Dienstleistungen: Gemeinde Mönchsroth

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Geschlechtliche Vielfalt, Informationen

Beschreibung

Geschlechtliche Vielfalt

Eine der prägendsten Einteilungen im Leben ist die nach dem Geschlecht. Sie beginnt schon vor der Geburt („Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“) und begleitet unser gesamtes Leben – in der Schule, bei der Partnersuche, beim Ausfüllen von Formularen und so weiter. Wie in anderen Bereichen auch, lässt sich die Lebenswirklichkeit hinsichtlich des Geschlechtes nicht immer in eine feste Kategorie einordnen. Maßgeblich für unsere Einordnung sind mindestens die drei Ebenen Körper, Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck – das Ergebnis ist geschlechtliche Vielfalt.

  1. Körper:  
    In der Gesellschaft werden verschiedene körperliche Merkmale mit dem Geschlecht in Zusammenhang gebracht. Nach biologischen – äußerlich sichtbaren – Kriterien werden diese Merkmale als weiblich, männlich oder intergeschlechtlich/divers definiert.
     
  2. Geschlechtsidentität:
    Die Geschlechtsidentität ist das Wissen über das eigene Geschlecht. Die Identität eines Menschen ist tief verankert. Ein Mensch kann sich mit den binären Geschlechtern oder mit den nicht-binären Geschlechtern identifizieren. Das persönliche Empfinden über den Körper kann den vorhandenen körperlichen Merkmalen entsprechen – man spricht hier teilweise von „Cis“-Personen – oder davon abweichen – in diesem Fall spricht man auch von „Trans“-Personen.
     
  3. Geschlechtsausdruck:
    Der Geschlechtsausdruck bezeichnet verschiedene Ausdrucksformen, die entweder mit der Geschlechtsidentität vereinbar sind oder zum Teil auch nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Dazu zählt zum Beispiel die Wahl von Kleidungsstücken, Farben, Geschmacksrichtungen in den Medien und im Zusammenhang mit dem Sozialverhalten, den Freizeitaktivitäten und Interessen.

Weitere Informationen zur geschlechtlichen Vielfalt finden Sie unter:

https://interventionen.dissens.de/materialien/glossar

https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/geschlechtliche-vielfalt-trans/245426/lsbtiq-lexikon

Binäre Geschlechter

Binäre Menschen haben eindeutig weibliche oder männliche Geschlechtsmerkmale und fühlen sich auch ihrem jeweiligen biologischen Geschlecht zugehörig.

Nicht-Binäre Geschlechter (Drittes Geschlecht/Divers/Trans)

Unter den Begriff “nicht-binär“ fallen alle weiteren Varianten des Geschlechts.

Zum einen werden darunter die Personengruppe der intergeschlechtlichen Menschen gefasst. Sie können aufgrund von körperlichen Abweichungen ihrer Geschlechtschromosomen, Genitale oder Gonaden weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden. Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 10. Oktober 2017 (Az.: 1 BvR 2019/16) wurde für diese Personengruppe durch den Bundesgesetzgeber eine weitere Möglichkeit des Geschlechtseintrages im Personenstandsregister geschaffen. Wird bei der Geburt eines Kindes festgestellt, dass es weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann, besteht seit 22. Dezember 2018 die Möglichkeit, neben den Angaben „weiblich“ oder „männlich“ auch die Bezeichnung „divers“ zu wählen oder den Personenstandsfall ohne eine Angabe zum Geschlecht zu beurkunden (§ 22 Abs. 3 PStG). Außerdem können Personen mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung durch Erklärung gegenüber dem Standesamt die Angabe zu ihrem Geschlecht für den deutschen Rechtskreis entsprechend ändern lassen und – soweit dies gewollt ist – auch neue Vornamen bestimmen (§ 45b Abs. 1 PStG). Der Geschlechtseintrag „divers“ wird daher auch als sog. „drittes Geschlecht“ bezeichnet.

Weitere Informationen zur Änderung des Personenstandsgesetzes finden Sie hier: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2018/12/drittes-geschlecht.html

Daneben wird auch die Personengruppe der transsexuellen/ transgeschlechtlichen Menschen unter den Begriff „nicht-binär“ gefasst. Sie sind körperlich eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zuordenbar, fühlen sich diesem biologischen Geschlecht aber nicht zugehörig. Die Geschlechtsidentität stimmt somit nicht (vollständig) mit den körperlichen Merkmalen überein. Für sie gilt § 45b PStG nicht, es sind hier die Regelungen des Gesetzes über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellengesetz - TSG) einschlägig.

Weitere Informationen zur geschlechtlichen Vielfalt finden Sie unter:

https://interventionen.dissens.de/materialien/glossar

https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/geschlechtliche-vielfalt-trans/

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)
Stand: {zeit}

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